Von Akkon nach Dürnstein

Von Akkon nach Dürnstein

Ein Buch von Gerd Volfing
Eine alte Sage beschreibt die Vorgänge, die sich in einer fernen Zeit, hier in Österreich und im fernen Heiligen Land zugetragen haben. Die Geschichten um den Kreuzzug Kaiser Friedrichs, König Richard Löwenherz von England und Herzog Leopold von Österreich. Keine andere Geschichte wird so gerne dem Gast in Dürnstein erzählt, wie die vom Sänger Blondel, der seinen gefangenen Herrn sucht.
Und keine Geschichte wurde im Laufe der Jahrhunderte mehr verzerrt, als diese. Das hier vorliegende Buch beschreibt die politische Vorgeschichte zum 3. Kreuzzug, die Ereignisse vor Akkon und die Streitigkeiten Richards mit dem Kaiser und mit Herzog Leopold, aus der Sicht der historischen Quellen.
Der Leser erfährt, warum es eigentlich zu Auseinandersetzungen mit der Reichspolitik des Kaisers gekommen ist. Es werden die Ereignisse vor Akkon genauso geschildert, wie die überstürzte Heimreise des Königs, seine abenteuerliche Flucht durch die Länder des Babenbergers, die Gefangenschaft auf der Festung Dürnstein und der Reichsburg auf dem Trifels, wie auch die Schwierigkeiten, die mit der Zahlung des Lösegeldes verbunden waren.
Der Autor räumt auch mit dem alten Mythos auf, der Streit zwischen Herzog Leopold und Richard von England wäre auf Grund persönlicher Beleidigungen entstanden. Herzog Leopold war vor Akkon der ranghöchste Deutsche Reichsfürst und hatte so die Interessen des Heiligen Römischen Reiches zu vertreten. So geschah es auch unter dem Befehl des Kaisers, dass Richard kurz vor Weihnachten des Jahres 1192 in dem kleinen Dorf Erdberg bei Wien, gefangen genommen wurde.
Der Autor nimmt den Leser mit auf eine Reise von Akkon nach Aquileia, über die Alpen nach Friesach und über den Semmering bis nach Wien, wo der König in der Burg am Hof gefangen war, bevor er nach Dürnstein gebracht wurde.
Am Schluss steht, natürlich, der Tod beider Regenten, wobei die Umstände, die dazu führten, sowie ihre letzten Ruhestätten, ausführlich beschrieben werden.
Obwohl das Buch die damaligen Ereignisse historisch korrekt aufzeigt,  das heißt, durch geschichtliche Fakten belegt und auf Quellenangaben gestützt, liest es sich doch leicht und kurzweilig. Illustriert wird der Band mit Fotos aus der Kamera des Autors und mit Bildern aus verschiedenen österreichischen Archiven. Der Autor hofft, damit ein wenig Licht in die tatsächlichen Vorgänge von vor über 800 Jahren zu bringen.

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