Maria Langegg auch ein Kraftort?

Die Frage ob der Ort Maria Langegg ein „Kraftort“ ist oder nicht, muss jeder/e für sich selber beantworten. Für die unzähligen Pilger, und Besucher ist mit Sicherheit die Kirche mit dem Gnadenbild das Zentrum ihrer Gedanken. Aus geomantischer Sicht, ist vor allem der Platz der ursprünglichen Kapelle, am linksseitigen Hügel interessant. Nach meiner Meinung handelt sich hier um einen stark abladenden Platz, wobei die meisten derartigen Kapellen an einem aufladenden Ort errichtet wurden. Die Kirche selber ist aus dieser Sicht weniger interessant, wobei sie natürlich für die Pilger eine ganz andere Bedeutung hat.

Selbstverständlich habe ich mir auch die Bäume im Innenhof des Klosters angesehen, konnte aber nichts außergewöhnliches feststellen. An dieser Stellen ein großes Dankeschön an die überaus zuvorkommende Schwester des Klosters die mich durch das Kloster führte.

Die Gründung der Wahlfahrt geht auf das Jahr 1604 zurück. Zu dieser Zeit gehörten viele Gehöfte in der Gegend zur salzburgisch-erzbischöfliche Herrschaft Arnsdorf. Der Hofmeister (der Verwalter) der Herrschaften Arnsdorf, Wölbling und Traismauer war Matthäus Häring (1550 – 1623). Sein „Verwaltungszentrum“ war der sogenannte Langeggerhof, den er 1594 erbte.

Als 1604 seine einjährige Tochter Maria Klara schwer erkrankte, schwor er vor einem Marienbild (dem heutigen Gnadenbild) eine Kapelle auf einem nahe gelegen Hügel zu errichten.

Die Klosterchronik berichtet das schon zu Weihnachten des Jahres 1644 die ersten Brüder des Wiener Servitenklosters nach Langegg kamen. Ein Schenkungsurkunde datiert mit dem 5. Februar 1645, vom damaligen Grundbesitzer Niklas Schober von Hartenbach und Perschling wird allgemein als Gründungsdokument des Klosters Langegg angesehen.

Das 18. Jh. war geprägt von unzähligen Wahlfahrten die sich immer größerer Beliebtheit erfreuten, da nicht zuletzt zahlreiche katholische Landadelige und auch das Haus Habsburg diese Wahlfahrten förderten. Schnell wurde die Kirche Maria Langegg der Name “Maria, Heil der Kranken” gegeben. Im Jahr 1739 kamen schon 39.000 (!) (PEST-)Wahlfahrer auf den Hügel im Dunkelsteiner Wald. So wurde auch das Kloster und die Kirche von Langegg bereits von 1764 -1773 neu.- und umgebaut. Naheliegend das Kirche und Kloster schon 1783 zur eigenständigen Pfarrei proklamiert wurden.

Nachdem die Serviten 1974 das Kloster -verliesen, diente das Kloster 1980 – 1992 den „englischen Fräulein“ als Haushaltungsschule, danach als Bildungs Haus der Diazöse St. Pölten. Heute ist das Kloster eine Niederlassung der „Gemeinschaft der Seligpreisung“ und dient auch den Pilgern des Jakobsweges als schlichte aber wunderschöne Herberge.

Die Flusswahlfahrt

Am 5. April 1832 verwüstet eine Feuersbrunst beinahe den Ganzen Ort Getzersdorf. Seit dieser Zeit pilgern zahlreich Gläubige auf dem 24 Kilometer langen Fußweg nach Maria Langegg.

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