Kinderburg Rappottenstein

Die mittelalterliche Höhenburg Rappottenstein wurde nie erobert und ist eine der besterhaltensten Burgen Östereichs. Heute wurde sie gestürmt anläßlich der Benifizveranstaltung des 5-jährigen Bestehens der Kinderburg Rappottenstein von großen und kleinen Rittern.

Was ist die Kinderburg?

Die Kinderburg Rappottenstein ist eine gemeinsame Initiative des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband NÖ und der Familie Abensperg und Traun. Das Motto ist “Mit der Veränderung Leben lernen”, was soviel heißt, wie die Familien bekommen die Möglichkeit sich auf der Burg Rappottenstein zu erholen, Kraft und Energie für den weiteren Weg zu tanken und sich mit der neuen Lebenssituation auseinander zu setzen. Begleitende Aktivitäten und maßgeschneiderte Betreuung stellen die Familien mit Ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Der Aufenthalt finanziert sich überwiegend aus Spenden, die Familen leisten einen Unkostenbeitrag angepasst an ihre finanziellen Möglichkeiten.

Das Fest war gut organisiert und mit einem Shuttle wurden die Besucher vom Sportplatz aus zur Burg befördert. Wer einmal die Burg gestürmt hatte, konnte auch bei der kurzen Regenschauer nicht mehr fliehen, was auch nicht nötig war, da für Leib und Wohl gesorgt war durch ein Festzelt mit diversen Köstlichkeiten. Am Fuße der Burg konnten die Kinder Ponyreiten, Malen und Basteln. Ein Plan verschaffte gleich beim Betreten des Geländes einen Überblick über die verschiedenen Aktivitäten. Das Innere der Burg wurde in der Vorburg belagert von Rittern und ihren Knappen der Freye Ritter Ostarrichi und dem Ritterorden zur hochsteirischen Mark, die einen Einblick über die Waffen im Mittelalter und das Ritterleben boten. Die Kinder konnten sich auch die einzelnen Rüstungsteile selbst anlegen und sich als Ritter fühlen. Von der Vorburg gelangte man im inneren der Burg zum Lagerleben der Militis audarcis, des deutschen Orden Burgensis ze Medelice, die einen weiteren Einblick in den Alltag des Ritterlebens samt Hausaltar boten. Im Inneren der Burg konnten die Räume der Kinderburg besichtigt werden, die mit viel Liebe zum Detail eingerichtet sind. Die Wände zieren Kinderbilder und überall sind gemütliche Ecken zum Verweilen. Die Räume sind während einer normalen Besichtigung nicht zugänglich und bieten den Familien zum Erholen eine Privatsphäre.

Es bleibt zu hoffen, daß nicht weitere 5 Jahre ins Land ziehen müssen, um dieses Fest in dieser Art zu wiederholen. Es war für alle Besucher ein schöner kurzweiliger Tag und der Wunsch, daß genug Spenden dem Zweck der Veranstaltung zugute kamen.

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