Hexentreyben

Termin: 10.05.2014 bis 11.05.2014

Ort: Rechberg

Muttertag im Mittelalter

Rechberg. Am 10./11. Mai hält das Mittelalterliche Hexentreyben nach vierjähriger Pause am Großdöllnerhof wieder Einzug. Kräuterfrauen, Gaukler und Spielleut, Ritter und fahrende Händler, Wanderprediger, Marionettentheater, Handwerker … es gibt einiges zu sehen am Gelände des Freilichtmuseums. „Habt’s den Scheiterhaufen schon hergricht? I komm mit der Schwiegermutter …“ sollen böse Zungen bereits den bevorstehenden Muttertags-Ausflug ankündigen.

Veranstalter Tobias Hundertpfund dazu: „Auf unseren Scheiterhäufchen kochen die Hexen ihre Kräuter, während die Inquisition eine kaum ernst zu nehmende Größe darstellt. So war es auch im Mittelalter noch, viele wissen das nicht. Aber der Muttertags-Ausflug mit der Familie ist trotzdem eine gute Idee, unser Programm und der Mittelaltermarkt werden wieder sehr vielseitig sein und bieten Interessantes und Unterhaltsames für Groß und Klein!“

Tatsächlich genossen im Mittelalter die heilkundigen Frauen weitgehend großes Ansehen. Passend zum Muttertag: Insbesondere bei der Geburtshilfe waren die später als Hexen bezichtigten Hebammen nicht wegzudenken, während die Mediziner mit unzähligen Aderlässen ihre Patienten häufig eher schwächten. Die Hexenverfolgung hatte ihren Höhepunkt erst im 17. Jahrhundert, also fast 200 Jahre nach dem Ende des Mittelalters.

Buntes Programm beim Fest

Etwa 150 Akteure geben beim Hexentreyben Einblicke in das gar nicht immer finstere Mittelalter. Schwertkämpfe faszinieren nicht nur die Kinder, doch es gibt noch einiges mehr zu entdecken: Plattnermeister Putz macht Rüstungen und führt auch vor, wie diese funktionieren. Schmied Ulf erschafft auf seinem Amboss Blankwaffen ebenso wie allerlei praktische Dinge für den Alltag, die Tuchfaerberin färbt in ihren Kesseln Wolle und Stoffe mit Pflanzensud. In so manchem Lager wird Wolle mit der Handspindel versponnen und es finden sich Bogenbauer, Lederpunzierer und weitere kaum mehr bekannte Handwerke. Kräuterhexen sind natürlich ebenfalls dabei. Historische Musik kommt von Rhiannon, Tanzebom und Salamanda, der Verein Gaudeamus wird dazu alte Kreistänze zeigen. Für Unterhaltung sorgen auch das Marionetten­thea­ter „Märchen an Fäden“, Wanderprediger Barba Nora, die Gigas mit ihren Jongleuren, Riesenmarionetten und Feuerkünstlern und natürlich der Inquisitor.

Muttertag und Mittelalter – passt das zusammen?

Im 13. Jahrhundert hat King Henry III. in England den „Mothering Day“, den Muttertag ins Leben gerufen. Wurde anfangs noch am vierten Fastensonntag Laetare der „Mutter Kirche“ gedacht, so nutzten auswärts lebende Kinder bald diesen Tag, um ihre Familien zu besuchen und sich bei der eigenen Mutter mit kleinen Geschenken zu bedanken. In der heutigen Form kam der Muttertag aber erst 1924 nach Österreich, nachdem er ein paar Jahre zuvor in den USA schon als Feiertag ausgerufen wurde.

Der Mittelaltermarkt in Rechberg bietet viele Gelegenheiten, für Mutter ein Geschenk zu besorgen: Handarbeit aus Naturmaterialien, Praktisches ebenso wie Hübsches: Schmuck direkt vom Silberschmied, wollene Webdecken, Holzgeschirr, Beerenweine und vieles mehr. „Zur alten Laterne“ heißt das Zelt, das sich auf heiße Getränke aus gerösteten Bohnen und köstliche tschechische Torten versteht, während bei der „Tränke zum wilden Wikinger“ feiner Honigwein ausgeschenkt wird. Gegen den Hunger hilft Maximus’ Trossküche.
Besuchereinlass jeweils 10:00 Uhr
Programmbeginn jeweils 11:00 Uhr
Eintritt Erwachsene 8,- Euro
Kinder 7 – 15 Jahre 4,- Euro

Gewandete 50% ermässigt

Weiter Infos: www.hexentreyben.at
Kurzfassung:

 

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