26. November – Krönung Karl IV.

Am 26. November 1346 wird Karl IV. in Bonn zum römisch-deutschen König gekrönt. Er war zunächst Gegenkönig zu Kaiser Ludwig IV., genannt der Bayer, der im Streit mit dem Papsttum lag und von diesem nicht mehr als König anerkannt wurde, da er auch exkommuniziert worden war. Man suchte dann, obwohl Ludwig seine Absetzung natürlich nicht anerkannte und sich weiterhin als König sah, einen passenden Gegenkandidaten, der die Interessen der Kirche im Reich vertrat und wählte auf Bestreben von Bischof Balduin von Trier dessen Großneffen Karl, einen Sohn von König Johann von Böhmen (bekannt als “der Blinde”), zum Gegenkönig. Seine erste Krönung erfolgte im Bonner Münster, noch bevor die Gegner Kaiser Ludwigs um päpstliche Zustimmung gebeten hatten.
Ludwig der Bayer starb am 11. Oktober 1347. Die Anhänger Ludwigs suchten danach lange Zeit vergeblich nach einem neuen Kandidaten für seine Nachfolge, da sie natürlich Karl weiterhin nicht als ihren König anerkannten. Schließlich erklärte sich Günther von Schwarzburg dazu bereit, der am 20. Januar 1349 zum König gewählt wurde. Dieser konnte sich jedoch nicht lange halten und verzichtete bereits am 26. Mai 1349 auf seinen Titel und seine Ansprüche. Kurz danach erhielt Karl neuerliche Krönungen in Frankfurt (17. Juni 1349) und in Aachen (25. Juli 1349) sowie auch die päpstliche Zustimmung, sodass er nun alleiniger Herrscher des Reiches war.

Karl IV. (* 14. Mai 1316 in Prag; † 29. November 1378 ebenda) war römisch-deutscher König (ab 1346), König von Böhmen (ab 1347), König von Italien (seit 1355) und römisch-deutscher Kaiser (ab 1355). Er stammte aus dem Geschlecht der Luxemburger und zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelal…
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