19. Februar – Geburt Nikolaus Koperinikus

Am 19. Februar 1473 wurde in Thorn der Astronom und Mathematiker Nikolaus Kopernikus geboren. Er stellte die Theorie des heliozentrischen Weltbilds auf und gilt deswegen als wegweisend für die die Astronomie der Neuzeit.

Nikolaus, geboren unter dem Namen Koppernigk, war der Sohn eins Kupferhändlers, der ursprünglich aus Krakau stammte. Nach dem Tod seines Vaters 1483 kam Niolaus mit seinen Geschwistern zunächst unter die Vormundschaft seines Onkels Lucas Watzenrode, der Bischof von Ermland war. Nach seiner Schulausbildung besuchte Kopernikus ab 1491 bis 1494 die Universität Krakau, ab 1495 war er Kanoniker an der Domschule in Frauenburg, allerdings wurde er im folgenden Jahr von seinem Onkel zum Studium beider Rechte nach Bologna geschickt. Dort erlang er den Grad eines Magister Arium. Von Bologna aus ging Kopernikus nach Rom und setzte, nach kurzem Aufenthalt in der Heimat, sein Studium in Padua fort, wo er Vorlesungen im Fach Medizin und Jura hörte. 1503 wurde er Doktor des Kirchenrechts. Kopernikus war also studierter Jurist und Mediziner (obschon er in diesem Fach nie einen Abschluss erlangte), die Astronomie betrieb er lediglich in seiner Freizeit.

Zurück im Ermland wurde er Sekretär seines Onkels Lucas und wurde Mitglied des Domkapitels in Frauenburg. Nach dem Willen Lucas’ sollte sein Neffe in seine Fußstapfen treten. 1510, 1519, 1525 und 1528 war Kopernikus Kanzler es Domkapitels. 1537 hatte er gute Chancen, zum Bischof gewählt zu werden, unterlag jedoch in der Wahl. Er praktizierte während dieser Zeit vor allem als Arzt.

1543 veröffentlichte Kopernikus seine Schrift “De revolitionibus orbium coelestinum” (über die Umschwünge der himmlischen Kreise), worin er die Präzession (dh. die Richtungsänderung, die die Rotationsachse eines rotierenden Körpers ausführt, wenn eine äußere Kraft ein Drehmoment senkrecht zu dieser Achse ausübt) des Frühlingspunktes (die Stelle, an der die Sonne zum Frühlingsanfang der Nordhalbkugel steht) durch eine langsame Bewegung der Erdachse erklärte. Dabei nutzte er eine Anordnung der Planeten in kreisförmigen Bahnen um die Sonne als Zentrum. Kopernikus war vor allem von seinen Freunden, viele von ihnen Geistliche, zur Veröffentlichung bewegt worden, allerdings zögerte er bis kurz vor seinem Tod damit, obwohl er nicht der erste war, der von einem heliozentrischen System ausgegangen war (einer seiner prominenten Vorgänger war Nikolaus von Kues).

Besonders auf protestantischer Seite wurden seine Theorien kritisiert. Martin Luther soll dazu gesagt haben: „Der Narr will mir die ganze Kunst Astronomia umkehren! Aber wie die Heilige Schrift zeigt, hieß Josua die Sonne stillstehen und nicht die Erde!“

Waren Kopernikus’ Äußerungen zunächst nur Theorien, so führte Galilei weitere Beweise für die Realität dieser Idee an – allerdings sollte es noch bis ins 19. Jh. dauern, ehe das heliozentrische Weltbild mehr als nur ein Hirngespinst war.

Kopernikus starb am 24. Mai 1543 in Frauenburg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Kopernikus

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