13. Oktober – Kuriose Todesfälle – Philipp von France

Am 13. Oktober 1131 starb Philipp, Sohn und Mitregent Ludwigs VI. von Frankreich. Er war der älteste Sohn des Kapetingers mit dessen zweiter Frau, Adelheid von Maurienne und wurde am 29. August 1116 geboren. Als sein Vater 1129 den Thron bestieg, wurde der Dreizehnjährige zusammen mit ihm gekrönt. Antstatt Ludwig jedoch eine Hilfe zu sein, begehrte er immer wieder gegen ihn auf und hörte nicht auf das, was sein Vater ihm sagte. Laut Walter Map, der im 13. Jh. schrieb, war Philipp erfüllt von seiner eigenen Arroganz und wurde mit der Zeit zum Ballast für alle, die mit ihm zu tun hatten. Seite Zeit als Mitregent sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein
Als Fünfzehnjähriger ritt Philipp am 12. Oktober 1131 zusammen mit einigen Begleitern durch den Pariser Stadtteil Greve am Ufer der Seine entlang. Plötzlich sprang ohne jede Vorwarnung ein Schwein aus einem Misthaufen, über das Philipps Pferd stolperte, sodass der Reiter mit dem Kopf voran auf den Boden fiel. Die Verletzungen, die er von dem Sturz davontrug, waren so schwer, dass er bereits am nächsten Tag starb, ohne noch einmal das Bewusstsein zu erlangen. Er wurde daraufhin in Saint-Denis bestattet und sein jüngerer Bruder, Ludwig VII., folgte ihm als Coregent nach.
Obwohl Philipp ein so unangenehmer Zeitgenosse gewesen war, hatte er davon geträumt, einst ins Heilige Land zu ziehen, und sein Bruder schwor daraufhin an seiner Stelle den Weg auf sich zu nehmen, was einen Ausgangspunkt für den Zweiten Kreuzzug bildete.

Die Miniatur im Artikel zeigt Philipps Unfall.

https://en.wikipedia.org/…/Philip_of_France_%281116%E2%80%9…

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