Von Geistern, feigen Knechten und einem Taterman in Rüstung

Was tun, wenn ein böser Geist einem rechtschaffenen Mann das Essen und Trinken stielt? Ganz einfach, er wird mit dem Schnapsgeist betäubt, überwältigt und dann gezwungen, guten Wein zu beschaffen. Vielleicht ist das der Grund, warum es in der Kellergasse Hart- Aschendorf bis heute guten Wein gibt. Und vor allem Gute Laune!

Das war auch gestern wieder der Fall, als Die 13. Geister- & Sagenwanderung statt fand. Wie jedes Jahr gab es auch heuer ein spezielles Thema, nämlich die Schrattel’n oder Schraten.

Was also sind diese Schrattel’n?

Nachdem sich unser Imago Nuntius schon nahezu philosophisch über die Schrattel’n auseinander gesetzt hat, sollte man doch vielleicht ein bisschen aufklären, wer oder was das nun sind.

Nein, es sind keine besonders guten Zeitgenossen, diese Schrattel’n und besonders liebenswürdig sind sie auch nicht. So eine Art Gegenstück zu den irischen Leprechauns. Aber man kann ihnen eigentlich überall begegnen, diesen etwas unguten Gestalten.

So auch gestern bei der Geister- & Sagenwanderung, an der übrigens ein Tatermanreporter persönlich ins Kostüm schlupfte und selbst auf Schrattelsuche ging…nein, eigentlich war er ja Ritter und Henker, aber soo genau nehmen wir das jetzt nicht.

Es gibt übrigens gegen die Schrattel’n ein sehr gutes Heilmittel, das von einem Druiden mit wienerischen Akzent hergestellt wurde. Seither hat sich die Zahl dieser Schrattel’n deutlich verringert, denn die meisten sind zu Holz geworden und stehen dekorativ in der Gegend herum. Auch das wurde gestern eindrucksvoll gezeigt.

Eines war jedenfalls klar, der Wettergott konnte sich nicht ganz entscheiden, ob er es nun gut mit den Besuchern oder mit die Schratteln meint. Im Endeffekt wurde dann ein salomonisches Urteil getroffen: Es regnete leicht, aber angenehm.

Im Lager der Dernberger gab es dann Waffen und Gulasch, quasi Brot und Spiele für die müden Wanderer, bis…ein Eindringling herangeschleppt wurde und man zum Gottesurteil (schon wieder ein Gott 😉 ) schritt, um die Wahrheit des „Fremden“ zu prüfen. Der Henker hätte ja schon sein Schwert gehoben, aber Wittig von Dernberg ließ Gnade walten…

Soweit so gut. In der Kellergasse gab es dann Bratwurst, Wein (von Geister… ähhh Meisterhand geschaffen 😉 ) und die „Feigen Knechte“, die einem von Regen und Wanderung leicht erschöpften Publikum zum Ausruhen und Verweilen einluden.

 

 

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