Tour mit dem Nachtwächter zue Uelles

In jeder größeren Stadt gab es schon im Mittelalter Nachtwachmänner. In kriegerischen Zeiten hielten sie nach Feinden Ausschau und mußten darüberhinaus auf eine der größten Gefahren für die Städte, auf das Feuer, achten. Bekannt ist heute noch ihr Ruf: Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen: uns’re Glock‘ hat zwölf geschlagen, bewahrt das Feuer und das Licht, daß unsrer Stadt kein Unglück gschiecht…

In Wels standen vier Nachtwächter im Dienst. Bis 1850 hatten sie ihre Dienststellen und Wohnungen in den Stadttürmen: Ledertor, Fischertor, Trauntor und Schmiedtor.

Bewaffnet mit der bekannten Hellebarde, mit Schlagstock, Schlüsselbund, Blashorn, Schließkette und Laterne sorgte der Nachtwächter für Ordnung und Sicherheit. Er durfte Schwärmer abmahnen, zur Ordnung anhalten und sogar festnehmen. Kurzum, der Nachtwächter bewachte den Schlaf seiner ehrbaren Mitbürger.

Das Berufsbild des Nachtwachmannes ist heutzutags längst ausgestorben und doch gibt es sie wieder, die Nachtwächter, für touristisch-bildungsorientierte Zwecke. So führt beispielsweise Nachtrath Hans Kaiser in bewährter Manier durch die Welser Innenstadt. Seine Führungen beginnt er in der Rezeption des guteingeführten Hotels Kremsmünsterer Hof. An Hand handgemalter Wandfliesen erklärt er die Geschichte des Hauses, die eng mit der Stadt Wels verbunden ist. Das Gebäude dürfte im Kern aus dem Mittelalter stammen, jedenfalls findet sich in der Gaststube der Rest einer gotischen Säule. Ausgebaut hat es um 1600 der Bürgermeister Rupert Trinker, welcher durch den Fernhandel Mühlviertler Leinens zu Wohlstand geraten war. Dieser aber, samt seinem Sohn, hielt es mit den aufständischen Bauern, mehrmals gewährten sie dem Bauernhauptmann Stephan Fadinger Quartier. Nach der Niederschlagung des Bauernaufstandes wurde das Anwesen vom  Statthalter des Landes Adam Graf von Herberstorff in kriegsgewinnlerischer Weise erworben. Herberstorff ist nach dem Frankenburger Würfelspiel heute noch als Bauernschinder bekannt. Die Witwe des Grafen konnte wohl nicht recht mit den unrechtmäßig erworbenen Besitztümern umgehen und so erwarb das Stift Kremsmünster das Gebäude und baute es um.

Die Tour des Nachtwächters führt sodann zum Wasserturm, Minoritenkloster, Schloß Pollheim, zur kaiserlichen Burg, Stadtpfarrkirche und endet im Ledererturm mit der sagenhaften Aussicht auf den Stadtplatz.

Bemerkenswert an Hans Kaisers Gängen ist die Begleitung durch zwei Musici, welche das Publikum mit historischen Instrumenten mit Weisen aus dem Mittelalter und auch mit Schnadahüpfeln einstimmen und begleiten.

Der Nachtrath erzählt von historischen Ereignissen, gewürzt mit überlieferten Anekdoten. Nach seinen Erzählungen soll einmal ein Nachtwächter beim Ledererturm mit dem Teufel gerungen haben, welcher sich die Seele eines leichtsinnigen Lederergesellen holen wollte. Der Nachtwächter, durch das Exercitium Corporis seiner Berufsausübung überaus kräftig und gewandt im Festnehmen von Malefizpersonen, kriegte den Bösen am linken Horn zu fassen und beutelte ihn aus Leibeskräften. Der aber riß sich los, faßte statt der Seele den ihm zustehenden Beutel Geldes und verschwand. Der Nachtwächter aber hielt verdattert im Dunste von Galle und Schwefel einen Teil des Hornes in der Hand. Und, liebe Leute, wenn ihr auf eurem Lebensweg dem Gottseibeiuns begegnen und es fehlt ihm ein Teil des Hornes, so ist es der Teufel, welcher für Wels zuständig ist. Ihr braucht euch nicht vor ihm fürchten. Erinnert ihn an den Nachtwächter und er wird sofort die Flucht ergreifen.

http://www.nachtwaechter-gilde.de/html/johann.htm

Begeleitet mit mitteralterlichen Musikstücken auf mittelalterlichen Instrumenten wird der Nachwächter oft von Franz Mettauer und Gefolge. Fragen sie bei der Buchung der Nachtwächtertour auch nach Musikalischer Begleitung

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