Ruine Schrattenthal – verstecktes Kleinod

Gegen Ende des 11. Jahrhunderts wurde im nordwestlichen Weinviertel die Grenze zu Böhmen durch eine Kette von Befestigungsanlagen gesichert, zu denen auch ein hölzerner Turm am Rittsteig in Schrattenthal zählte. Der Rittsteig war ein Fernweg, der von Krems nach Znaim führte.

Eine Meierei wurde erstmals 1230 urkundlich erwähnt.

Der Besitz war ein landesfürstliche Lehen, das vergeben wurde und sehr oft den Besitzer wechselte. In 15. Jh wurde auch das Schrattenthal umkämpft und der heutige Hungerturm leitete sich vom Hussitenturm ab.

Die Wasserburg wurde unter Ulrich von Eyczing 1435 als Wasserburg errichtet, die in die Ortsbefestigung mit eingebunden wurde.

Die Burg wurde von dem damaligen Besitzer selbst nach dem 30-jährigen Krieges abgetragen, da sie teilweise zerstört war und als Wasserburg nicht mehr militärische genutzt wurde. Es wurde eine neues barockes Schloss daneben errichtet. Die jetzigen Besitzer eine Familie Schubert versucht die Burg und die umliegenden Liegenschaften wieder zu renovierten.

Die Anfahrt war über die Bundesstrasse von Retz Richtung Pulkau nach Eggenburg. Nach der Abzweigung Schrattenthal ist ca. 300 m weiter eine schmale Strasse rechts die auf das Gelände führt. Da die Tür zur Ruine nicht versperrt war und nirgends ein Verbotsschild war erlaubte ich mir das Gelände zu betreten.

 

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