Schloss Lednice in Südmähren

Das Schloss Lednice befindet sich in einer landschaftlich anziehendsten Winkel Südmährens, das über Jahrhunderte von geschichtlichen Ereignissen geprägt wurde. Als sich im 17. Jh. die Liechtensteiner im benachbarten Valtice (Feldsberg) dauerhaft niederließen, verwandelten sie Lednice (Eisgrub) in ihren repräsentativen Sommersitz und die Landschaft zwischen Lednice und Valtice in einen ausgedehnten Park mit zahlreichen romantischen Bauwerken. Zum Höhepunkt ihrer baulichen Tätigkeiten wurder romantische neugotische Umbau des Schlosses Lednice nach dem Muster der englischen Gotik, das zusammen mit dem Park und der umliegenden Lokalität einen ungewöhnlich harmonischen Komplex bildet.

Das Gebiet war bereits vor 2000 Jahren nachweislich besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Schlossvorgänger war ein Hof mit Turm auf leichter Anhöhe aus dem Mittelalter, der dank der Festung teilweise vor Überschwemmung der vorbeifließenden Thaya geschützt war.

Die älteste Erwähnung über Lednice gehen auf das Jahr 1244 zurück, als der böhmische König Wenzel einen Teil von Lednice dem österreichischen Adeligen Siegfried Sirotek verlieh. Mit einem weiteren Teil wurde vom Markgraf und späteren König Przemysl im J. 1249 Heinrich von Liechtenstein beschenkt. Damit begann der fast 700jährige Aufstieg der Liechtensteiner in Mähren, die 1945 ihr jähes Ende fand. Die ursprünglich aus der Steiermark stammenden Liechtensteiner bekleideten ab dem 15. Jh. die höchsten Landesämter und ihr Vermögen vermehrten sie dank vernünftige Bewirtschaftung und durch vorteilhafte Eheschließungen. Die gravierendsten Veränderungen in der Position der Famile ereigneten sich im 17. Jh. unter der Regierung von Kaiser Rudolfs II. Damals ging der Besitz dauerhaft in den Besitz derer von Liechtenstein über und wurde Landeshauptmann in Mähren und etwas später in den Fürstenstand erhoben. Während des Ständeaufstandes 1620 waren sie dem Kaiser treu ergeben und erhielten durch die Aufteilung des Vermögens der Aufständischen und Aufkauf, noch mehr Ländereien dazu. 1622 wurden Karl I. von Liechtenstein der erste Stadthalter des Königsreiches Böhmen und Mährens und waren damit auch das reichste Geschlecht in Mähren, was sich auch in ihren Bauwerken wiederspiegelte.

Es bietet sich an beide Schlösser zu besuchen – Lednice und Valtice. Beide liegen auf der Strecke Richtung Brno und sind auch mitten in einem Radfahrerparadies mit sehr vielen Seen. Parkmöglichkeit direkt vor dem Schloss. Ratsam wäre Kronen mit zu bringen, da das Schloss nicht so überlaufen ist von internationalen Besuchern.

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