Ruine Schwarzau bei Artstetten


IMG_7913

WO: Gemeinde Artstetten- Pöbring. Auf der Straße von Artstetten nach Münichreith nach der Ortschaft Nussendorf rechts nach Fritzelsdorf abbiegen. Durch den Ort durch und dann bei der Kreuzzung links nach Schwarzau abbiegen. Die Ruine befindet sich im Ortsgebiet auf der linken Straßenseite.

Parken: Im Ortsgebiet.

Öffnungszeiten: Frei zugänglich.

Nördlich von Artstetten liegen die letzten Reste der einstigen Feste Schwarzau. Lediglich zwei hohe Mauerreste haben sich von dieser offensichtlich kleinen Feste erhalten. Sie bilden ein zweigeteiltes Bauwerk, das offensichtlich aus einer Turmburg mit Vorwerk bestand. Aufgrund der ersten Nennung von 1179 ist anzunehmen, dass diesem Steinbau eine Holzburg voranging, die auf dem Hügel errichtet wurde. Eine Errichtung im 11. Jahrhundert, wie manche Historiker annehmen, ist mangels archäologischer Ergebnisse nicht bestätigt. Der Name Schwarzau lässt sich von den Brandrodungstätigkeiten herleiten.

Die erste Nennung von 1179 nennt einen Egelolf, der sich im Gefolge des österreichischen Herzogs befand. Egelolf wird nochmals 1190 genannt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts kommen noch mehrmals Schwarzauer vor, dann schweigen die Berichte. Die Mauern der Burg dürften Ende des 13. Jahrhunderts errichtet worden sein, wahrscheinlich durch die Fritzelsdorfer, die ab 1268 in den Urkunden kommen. Der Sitz in Fritzelsdorf dürfte nur ein befestigter Bauernhof gewesen sein. Schwarzau wurde damit deren Rittersitz, den sie wahrscheinlich über den Erbweg erworben hatten. Nach Schwarzau nannten sie sich aber erst um 1340. Lange dürfte Schwarzau für die Fritzelsdorfer nicht als Sitz gedient haben, denn schon bald fehlen weitere Belege, welche die Burg nennen.

Die Fritzelsdorfer lassen sich vor allem nach 1350 in verschiedenen Gebieten finden, darunter etwa in Dürnstein. Erst 1483 sind sie ausgestorben. Schwarzau war damals schon verfallen.

Kommentare sind geschlossen