Ruine Schimmelsprung und die Sage vom bösen Ritter

Die Ruine liegt unterhalb der ehemaligen Fürstensitz einer slawischen Burg auf einem auf drei Seiten steil abfallenden Felsen mit Blick auf die Ruine Gars. Die Ruine ist vorallem bekannt als Ruine Schimmelsprung, obwohl sie Ruine Thunau ist. Dies ist wegen einer Sage, die schon sehr lange erzählt wird:

Die Burg Schimmelsprung in Thunau liegt auf einem hohen Felsen. Hier soll einst ein böser Ritter gehaust haben, der weit und breit gefürchtet war. Er raubte Kaufleute aus, überfiel und plünderte Dörfer und nahm reiche Leute gefangen, um Lösegeld zu erpressen. Niemand wagte es, etwas gegen ihn zu unternehmen, da er – so erzählte man – mit dem Teufel im Bunde stand. Schließlich trieb er es aber gar zu arg und raubte aus einer Kirche die heiligen Messgefäße.

Als dies bekannt wurde, packte die Leute der ganzen Umgebung gerechter Zorn. Von ringsum kamen Bauern zusammen, bewaffneten sich und rückten unter Führung einiger Ritter gegen die Burg vor und belagerten sie. Große Steine wurden mit Schleudermaschinen gegen die Mauern geworfen, mit mächtigen Baumstämmen wurden die Tore eingedrückt und mit Brandpfeilen die Dächer beschossen, die in Flammen aufgingen. Schließlich erstürmten die Belagerer den Burghof und wollten den Ritter gefangen nehmen und für seine Missetaten büßen lassen. Als dieser keinen Ausweg mehr sah, sprang er auf sein Ross, einen mächtigen Schimmel, und versuchte zu fliehen. Die Feinde waren aber schon zu nah, eine Flucht unmöglich. Da lenkte er sein Pferd zu den steil ins Kamptal abfallenden Felsen, gab ihm die Sporen und sprang mit einem weiten Satz in die Tiefe, wo Pferd und Reiter zerschellten. Die Burg wurde völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Über den Gründer der Burg ist wenig bekannt, Vermutungen gehen dahin, daß Nizo v. Kuenring-Gars-Krems, den Bruder des wohl jüngeren Erchenberts von Gars, als den Stammvater derBgfn. v. Gars ansehen. Urkundlich erwähnt wurde erst um 1200 der Ministeriale Heinrich v. Thunau („Tumbenowe“), der zur Gefolgschaft von Erzherzog Leopold VI. von Babenberg gehörte und ihn als Kämmerer nach Zwettl begleitete, um hier als Zeuge die Rechte der neuen Stadt bestätigte. Auch die Stiftsurkunde von Lilienfeld von 1209 trägt seinen Namen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1196, als „altes Schloß Thunau“. Nach 1212 sind keine weiteren Nennungen mehr bekannt. Nach Schopf – fällt die Burg an die nächsten Verwandten, die Bgfn. v. Gars oder Herrn v. Buchberg. Der Besitz wurde bereits im 14. Jh. aufgegeben und nie mehr besiedelt.

Für den Bau wurden die Steine der frühmittelalterlichen Kirche in der nächsten Umgebung aus dem 9.Jh. der slawischen Siedlung verwendet. Bis letztes Jahr fanden dort noch Ausgrabungen statt.

Die W-O-orientierte Burganlage erstreckt sich über eine Länge von rund 88 m und eine Breite von 23-35 m. Mit Ausnahme der westlichen Zugangsseite fallen alle Seiten des 90 m über dem Tal aufragenden Felssporns steil bis senkrecht. ab. Den Zugang sichern 3 Grabenvorlagen mit zwischengeschobenen, starken Wallriegeln, von denen der innere bereits Reste von Mauereinbauten zeigt. Weitere Mauerreste lassen auf ehemalige weitere, der Hauptburg zangenartig umfassende, periphere Anlage schließen. Die Burg besteht aus einem kleinräumigen, unregelmäßigen Kernbereich auf einem Felsstock im Westen und einem offensichtlich sekundären Erweiterungsbau, der die lang gestreckte, östlichen Teil, der sich zum Tal hin orientiert terassenartig. Der Kernbereich weist Mauerteile einer komplexen, mehrphasigen Bebauung auf, u. a. Restei eines sekundär eingestellten Burgfrieds in der NW-Ecke und eines flankenartig angelegten Burgtores im Norden, der aufgrund der Lage über senkrechten Felswänden nur mittels einer aufwendigen Holzkonstruktion erschlossen werden konnte. Der Erweiterungsbau umfasst den bedeutenderen Teil der Gesamtfläche. Der Kernbereich weist Mauerteile einer komplexen, mehrphasigen Bebauung auf, u. a. Reste eines sekundär eingestellten Bergfrieds in der NW-Ecke und eines flankenartig angelegten Burgtores im N, das aufgrund der Lage über senkrechten Felswänden nur mittels einer aufwändigen Holzkonstruktion erschlossen werden konnte. Der Erweiterungsbau umfasst den bedeutenderen Teil der Gesamtfläche. In den fast geradlinig verlaufenden Bering ist nördl. ein kleines, 2-teiliges Gebäude und östl., am talseitigen Ende ein quer gestellter, durch Lichtscharten erhellter Palasbau mit ca. 19,60 x 7,50 m Lichtweite eingebunden. Im NW des Berings befindet sich eine Poterne mit rechteckigem Sturz, eines der wenigen erhaltenen, architektonischen Details. Mit der Anlage des Erweiterungsbaues muss mit der Verlagerung des Zuganges an die S-Seite gerechnet werden, wo der die Altburg umfassende jüngere Bering in 2 Bauphasen zwingerartige Verstärkungen bzw. Erweiterungen erhielt. Der Kernbau zeigt ein lagiges Bruchsteinmauerwerk, bestehend aus kleinen, rundlichen bzw. blockhaften Steinen und eingeschobenen Ausgleichslagen aus differierend hellen Steinplättchen sowie unterschiedlich ausgeprägten Opus spicatum-Lagen. Eine Datierung in Zusammenhang mit der Nennung von 1196 muss erwogen werden, obwohl das Mauerwerk auch im frühen 13. Jh. denkbar ist. Abweichend sind die eingestellten Bergfriedmauern aus großformatigem, quaderhaftem Material, das eine großräumige Datierung in die 1. H. d. 13. Jhs. zulässt. Im Erweiterungsbau legt lagerhaftes, nur tlw. der Einzellage verhaftetes Bruchsteinmauerwerk ohne Abgleichhöhen eine Datierung in die 1. H. d. 13. Jhs. nahe. Die weitere Innenbebauung des Kernbaues ist ebenfalls dem 13. Jh. zuzuweisen, nach 1300 dürften auf der Burg keine Bautätigkeiten mehr stattgefunden haben. Die wegen ihres bereits frühzeitig hohen Ausbaustandards bemerkenswerte Burganlage wurde zu den sog. „Abschnittsburgen“ des Kamptals gezählt, einem wiederholt postulierten, funktionell orientierten Burgentypus. Diese generell mit Vorsicht zu sehende Typisierung bestätigt gerade bei dieser mehrphasigen, heterogenen Anlage die Unzulänglichkeiten solcher Schematisierungen, da alle Charakteristika dieses Typus hier erst durch Erweiterungen entstanden sind, wozu auch die vorgelegten Grabenanlagen zählen können.

Ouelle hierzu: Imareal.

Die Burg steht in direktem Sichtwinkel zur Ruine Gars.

Die Ruine ist ganzjährig zu besuchen. Liegt am Wanderweg von Gars aus oder Richtung Trautendorf weiterfahren bis zur  Einfahrt „Schanze“ der archäelogischen Stätten.

 

 

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