Mittelalterfest am alten Zollweg

In Weitra fand heute zum ersten Mal das grenzüberschreitende Mittelalterfest zusammen mit der tschechischen Stadt Nove Hrady statt. Heute war das Spektakulum am Stadtplatz in Weitra und in Altweitra mit den Händlern und Falknerei zu Gange.

Über Jahrhunderte war das Waldviertel mit Südböhmen durch wichtige Handelswege verbunden. Der alte Handelsweg ging von Weitra-Heinrichs-Gratzen am alten Zollweg entlang und diese alte Tradition wollten beide Städte wieder auferstehen lassen. Morgen wird dieser Weg nach Jahrhunderten mit Händlern und ihren Wagen Rittern mit Pferden und Gauklern und natürlich mit Musikanten wiederbelebt. Der Zug begibt sich um 10.00 Uhr von Weitra über Pyhrabruck nach Gratzen/Nove Hrady. Um 14.00 Uhr findet dann der gemeinsame Einzug in die Stadt statt.

Wer es zeitlich noch schafft, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Nove Hrady am Samstag:

Eine sehr gute Idee war den alten Zollweg von Weitra über Heinrichs wie in alten Zeiten zu Fuß zu bewältigen. Es fanden sich auch viele österreichische Wanderer unter den Zug. Erstaunlich war, daß es hauptsächlich die Älteren waren, die bei der Hitze die Strapazen auf sich nahmen. Das Fest in Nove Hrady war sehr gut organisiert und auf dem Hauptplatz extra ein Zelt aufgestellt, so dass viele sich vor der Sonne rettend Zuflucht suchten. Das Fest war hier erst um 14.00 Uhr eröffnet, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat, da es genügen Gasthauser um den Hauptplatz sind und die örtliche Kapelle schon mal für Unterhaltung sorgte. Die Stände waren auch schon früher aufgebaut und wer sich die Zeit mit Kultur vertreiben wollte, konnte schon mal die Burg besichtigen. Mit tschechischer Führung und einem Handzettel zur deutschen Erklärung. Hunde sind erlaubt, sofern sie getragen werden oder in die Tasche passen. In einem Raum ist ein Ausstellung über die vom der Glasfabrik des früheren Besitzers gefertigten Gegenstände. Was sehr interessant war, da diese Gläser in schwarz mit Goldeinlagen so nicht mehr gefertigt werden können und in ihrer Art einzigartig sind und durch das verloren gegangene Wissen auch nicht mehr gefertigt werden können. Es sind auch Fotos ausgestellt, wie die Räume  nach der russischen Besetzung ausgesehen haben und wieviel Herzblut bei der Renovierung in die Burg gesteckt wurde. http://www.taterman.at/nove-hrady/

 

Dann kam der Zug mit den Akteuren, Schaulustigen, dem Bürgermeister und den Bürgern an und das Spektakel begann… Es wurde sehr viel Programm geboten und wieder andere Darbietungen als in Weitra. Für die Besucher wurde sehr viel geboten und schön wär es, wenn das Fest nicht nur zur 750 Jahre der Stadtgründung von Nove Hrady veranstaltet werden würde.

 

 

 

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