Maria Laach – Der Weg der ein Kraftweg sein wollte

Natürlich kann ich hier nur meine persönlichen Eindrücke wiedergeben.

Der Kraftweg von Maria Laach ist ein gutes Beispiel dafür, was gutes Marketing und finanzielle Mittel bewirken können. Ein schöner Folder informiert vorab und ein eigener Infopoint mitten im Zentrum des Dorfes leitet die interessierten Besucher zu einer nahe gelegenen Erhebung die einst von den kaiserlichen Hoheiten besucht wurde. Ein idyllischer Ort mit Kapelle und einer von ehemals drei Kaiserlinden. An sich ein schöner, wenn auch kurzer Ausflug, der kaum eine weitere Anreise lohnen würde. Wenn da nicht rund um den Hügel ein „Kraftweg“ errichtet worden wäre.

Der Beginn, gleichsam der Eintritt erfolgt durch eine Steintor, dem eigentlichen optischen Highlight des Kraftweges. Hinauf zum Kapellen platz und auf der anderen Seite wieder bergab zu einem Steinkreis, der den Sternzeichen gewidmet ist. Natürlich darf auch Yin/Yang nicht fehlen, das ich fast übersehen hätte. Um die Klischee zu vervollständigen wurde auch eine Klangstation für atmosphärische Schwingungen und an einem anderen Hügel eine Pyramide aus „besonders angeordneten Holzstämmen“ errichtet.

Ein schöner Spaziergang der geschickt vermarktet wurde und dem kluge Köpfe gleich den Titel „Kraftweg“ verliehen haben sollte wohl mehr Besucher in den Ort locken. Den Gewerbetreibenden der Region sei´s vergönnt – doch die Frage sei gestattet, was dies alles mit Geomantie oder Radiästhesie zu tun hat. Zumal gerade das Gebiet (der Jauerling) nicht uninteressant ist.

Aber sehr schön und aufwendig gestaltet!

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