Mädesüß

Das Mädesüß ist eines der 4 heiligen Kräuter der keltischen Druiden. Der Name „Mädesüß“ hat nichts mit einem „süßen Mädel“ zu tun, sondern wird entweder von der Verwendung als Zugabe im Met – Met-Süße, abgeleitet, oder von Mahd-Süße. Wenn die Wiese gemäht wird und die Mahd trocknet, dann verströmen die welkenden Mädesüßblätter einen süßlichen Geruch.

Der botanische Namen lautet Filipendula ulmaria aus der Familie der Rosengewächse. Früher nannte man die Pflanze Spirea oder auch Spirin.

Alle Pflanzenteile enthalten Salicylsäure, der Wirkstoff von Aspirin. Der Name ASPIRIN setzt sich aus dem A von Acetylsäure und SPIRIN, dem alten Namen des Mädesüß zusammen. Die entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung war auch den Kelten schon bekannt. Die Verwendung von Mädesüß wurde sogar schon für die Altsteinzeit belegt.

Die getrockneten Pflanzenteile können auch zum Räuchern und Färben verwendet werden.

Martin Ruzicka

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