Auf der Donau stromaufwärts und stromabwärts

Die Donau ist nicht nur der zweitlängste Strom Europas, auch einer der meistbefahrensten Schifffahrtswege schon vor den Römern.  Die Geschichte der Donauschifffahrt reicht weiht zurück. Es wurden Opfergaben aus Stein beim Greiner Strudel in Oberösterreich gefunden. Diese stammen teilweise aus der dem 4. Jh v. Chr. Eine der ersten historischen Darstellungen der Schifffahrt auf der Donau finden sich in Rom auf der Trajansäule.  Die von Kaiser Trajan (98-117 n. Chr.) im Jahre 113 errichtete Säule stellt in einem spilralförmig verlaufenden Reliefbild Szenen aus dem Daker-Kriegen am Unterlauf der Donau (heute Rumänien) dar. Die Bilder zeigen die Beladung von Donauschiffen mit Fässern und anderen Transportgütern. Im Hintergrund erkennt man eine befestigte Siedlung. Aus den Abbildungen ist ersichtlich, dass sich die Bauweise der Schiffe im gesamten Donauraum bis zum Beginn des 20. Jh. kaum verändert hat.

Sie entspringt im Schwarzwald und mündet nach einer Reise von 2.888 km durch 10 Staaten ins Schwarze Meer. Im Gegensatz zu allen anderen großen Strömen der Erde wird die Kilometerierung nicht ab der Quelle gemessen, sondern ab einem bestimmten Punkt im Mündungsdelta. Die Stadt Sulina bedeutet Strom-km 0, Wien liegt bei Strom-km 1930. 

Bekannt ist in unserer Region so manche Burgen und deren Besitzer, die sich sehr bemüht haben die Boote und deren Besitzer um ihre Fracht zu erleichtern. Böse Zungen behaupten hier waren die Herrn von Schauenstein und Kuenring sehr erfolgreich. Die Burg Aggstein wurde bereit im 12. Jh. erbaut und thront unmittelbar über der Donau.  Es wurden über die Donau Ketten gespannt und die Schiffe an der Weiterfahrt gehindert. Da viel die Sage vom Rosengärtchen von der Burg Aggstein kennen, brauche ich hier nicht extra die erfolgreichen Aktionen erwähnen. Da viele Klöster und Regenten im Mittelalter Besitzungen entlang der Donau hatten, herrschte hier ein reger Handel mit Gütern. Die Stifte Freising, Niederaltaich, Passau um nur einige zu nennen waren damals die Besitzer der Ländereien entlang der Donau im jetzigen Wachau Gebiet.

Maria-Theresia

Als „Leibschiffe“ bezeichnte man jene reich ausgestatteten Schiffe, die kaiserliche Hochheiten, aber auch wichtige Gesandten vorbehalten waren. Kaiser und Könige, Fürsten und Bischöfe schätzten nicht nur die Bequemlichkeiten einer Schiffsreise, sondern nutzten die Fahrzeuge auch, um dem Volk auf prunkvolle Weise ihre Macht darzustellen. Diese Leibschiffe wurden stets von mehreren kleineren Schiffen begleitet, die als Küche, für Gepäck, Dienerschaft und vieles andere eingerichtet waren. Die Fahrten führten die Donau abwärts bis zum den heutigen Städten Belgrad oder Ruse, wo man das Schiff verließ, um auf Landweg nach Konstantinopel weiter zu reisen. Die Schiffe selbst mussten an der Donau zurückgelassen werden, wo sie verkauft wurden. Oft wurden Sie auch als Geschenk den jeweiligen Regenten überlassen, da es zu mühsam war sie wieder aufwärts zu ziehen. Der Grund für die aufwändigen Reisen der Gesandten war die Plfege der dipomatischen Beziehungen  zum Osmanischen Reich, denn der Südosten des Habsburgerreiches und die damalige Türkei besaßen über nahezu drei Jahrhunderte eine gemeinsame Grenze, an der Krieg und Frieden ständig wechselten. Wer sich dafür interessiert findet mehr Informationen in Schloss Greillenstein, da der Besitzer Baron von Khuffstein lange Jahre ein Gesandter des Kaisers im Osmanischen Reich war. 

Wer mehr über die Schifffahrt auf der Donau wissen möchte sollte das Schiffahrtsmuseum in Spitz besuchen. Das Museum ist an den Wochenenden geöffnet und liegt gegenüber von der Ruine Aggstein auf der anderen Donauseite und ist mit der Fähre stillecht zuerreichen. Das Schloss Erlahof war ab der 2. Hälfte des 13. Jh. im Besitz des bayerischen Stifts Niederaltaich. Die geistlichen Herren des Benediktinerstifts Niederaltaich ließen den Hf mehrmals umbauen und seine heutige Gestalt hat er seit der 1. Hälfte des 18. Jh.. 1803 wurde der Erlahof verstaatlicht und wurde 1940 von der Gemeinde Spitz erworben. 

 

 

 

 

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