Die Herren von Pernegg

Die Geschichte der Herren von Pernegg, die zwischen 1120 und 1220 genannt werden, ist heute nahezu vergessen und wird nur manchmal aus den verstaubten Archiven heraus geholt. Es ist eine Ansammlung an Erzählungen und Urkunden, in denen die Mitglieder dieser Sippe genannt werden, manchmal sogar sehr intim und durchaus menschlich.

Damit sind es nicht lediglich Namen und Nennungen, die uns erhalten geblieben sind, sondern mehrmals sehr interessante „Lebensbilder“.

Wir finden sie im Babenbergerstammbaum, in mehreren Chroniken und Erzählungen, aber auch als Bauherren und Gründer. Die Klöster Geras und Pernegg sowie die Städte Drosendorf und Waidhofen an der Thaya sind ihre Gründungen.

Auch im Burgenbau haben sie Spuren hinterlassen: Die Ruine Pernegg, Zentrum ihrer Position ist heute noch in Resten erhalten, die man beim Betreten des Gebietes gar nicht sehen würde. Die Struktur dieser Burg erinnert an Raabs. Tatsächlich dürfte Pernegg nur kurze Zeit nach Raabs errichtet worden sein und blieb bis in das Spätmittelalter bedeutend, bevor die Burg endgültig zu Gunsten des Klosters aufgegeben wurde.

Erhalten geblieben ist auf den ersten Blick nur die Kapelle. Doch wer ein Stück weiter geht und sich den „Abgrund“ links und rechts ansieht, wird staunen: Hier haben sich noch die Reste einer sehr mächtigen Burg erhalten, in welcher im Hochmittelalter eines der bedeutendsten Geschlechter des Waldviertels residierten.

Und wie beim Suchen nach Mauerreste werden auch wir uns auf die Suche nach den Spuren dieser Herren begeben!

Ein farbenfrohes Eintauchen in die Materie sei Ihnen beim Lesen meiner Artikel gewünscht!

Der Schoenleitner

Teile

Der falsche Stammvater ODER die Lehensnahme, die keine war

Der Abt und die zwölf Konkubinen

Von angeblichen Grafen und Ortsgründern

Der letzte Pernegger, ein „narre unt tore“

 

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