Die heilige Quelle des Floriandibründl

In der Stadt des heiligen Florian, in der „Heimstätte“ des Schutzpatrones der Feuerwehr, unzähliger Kirchen und des Landes Oberösterreich, sozusagen des Landesheiligen entspringt südöstlich des weltberühmten Stiftes St. Florian eine Quelle. (Wienerstrasse 26).

Das Wasser dieser Quelle ist schon sehr lange als „besonders“,  als „heilend“ bekannt, darum kahmen immer wieder Menschen zu diesen Ort, um das Wasser zu trinken und sich in ihm zu waschen. In Zuge der christianisierung wurde schnell das Potential dieses Ortes erkannt, und die ersten Mönche bauten genau über der Quelle eine Kirche. Die Quelle wurde „christlich“  und höchst gewinnbringend, denn auch die dazu passende Legende entstand und tausenden Menschen suchten im Wasser und Gebet Erlösung und Linderung ihrer Leiden.

Die Legende berichtet, der heilige Florian wäre, nachdem er im römischen Lauriacum mit einem Mühlstein um den Hals in der Enns zu Tode gekommen war, bei einem Felsen an Land gespült worden. Ein Adler beschützte den Leichnam, bis eine fromme Frau mit einem Ochsengespann kam, den Toten auf den Wagen lud und aufbrach, um eine geeignete Grabstätte für den heiligen Mann zu finden. Als die müden Zugtiere nicht mehr weiterkonnten, bat Frau Valeria Gott um Hilfe. Da ließ Gott an dem Platz eine Quelle sprudeln, die Ochsen labten sich daran und brachten den heiligen Florian zu seinem Begräbnisort. Auch wenn nicht mit hundertprozentiger Sicherheit feststeht, wo sich das Grab des hl. Florian befindet, ist es wahrscheinlich, dass das Stift darüber gebaut ist.

Die Quelle: Heute befindet sich die Kirche „St. Johann der Täufer“ über der Quelle, die im Marmorbecken eingefasst im Inneren zu sehen ist. Sie war eine alte Taufkirche und ist urkundlich 1110  zum ersten Mal erwähnt, wobei zu vermuten ist, das sie wesentlich älter ist.Das Wasser der Quelle wird ausserhalb in ein barockes Ensemble geleitet, wo es aus dem Kübel der Florianstatue fliest. Praktischer zum Abfüllen des Wassers ist ein Steinbottich gegenüber, dieser ist auch dringed nötig.

Ich war gerade einmal 30 Minuten vor Ort, an einem sonnigen Nachmittag eines ganz normalen Wochentages, und es kahmen 6 Personen um sich Wasser zu holen. Unter anderem auch ein Nachbarin, die erzählte das dies eigentlich ganz normal sei, am Abend wäre aber noch viel mehr los, und am Wochenende bekomme man keinen Parkplatz mehr, ..“weil die Leute von überall her kommen.“

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Bild um 1516/18: „Das wundertätige Brünnlein in St. Johann“ von Albrecht Altendorfer

http://www.stift-st-florian.at/start.html#C

https://de.wikipedia.org/wiki/Stift_Sankt_Florian

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