Die Geister- & Sagenwanderung 2019

Mit Fotos vom Schoenleitner & Simone

Für Samstag, dem 13. Juli, war Regen prognostiziert, ein ungünstiger, aber durchaus bekannter Begleiter der Geister- & Sagenwanderung, der sich seit 2016  wie ein treuer Fan kein einziges Mal das Spektakel entgehen ließ. Der Regen kam auch heuer, aber gottseidank etwas zu Früh, um sich pünktlich zu Beginn um 16. Uhr wieder zu empfehlen. Einer trockenen Geister- & Sagenwanderung konnte grundsätzlich nichts mehr im Wege stehen.

Los ging es in der Kellergasse mit einem kleinen, aber feinen Puppentheater, dem dann die eigentliche Wanderung folgte:

Unter dem Motto „Grenzgänger“ musste man zweimal die Grenze passieren, einmal sich von einem Zollbeamten bei einem Grenzbalken einen grenzüberschreitend wichtigen Stempel holen (bei Anbetracht der Uniform war ein Hauch k&k- Monarchie zu spüren), einmal bei zwei, recht strengen Kuenringerrittern, die König Richard Löwenherz suchen, den „Pass“ herzeigen.

Die Geister- & Sagenwanderung hatte aber auch viele andere Aspekte:

Da gab es etwa Geister, die (etwa in Eheproblemen) auf die Sprünge halfen oder denen man auf die Sprünge helfen musste (wenn es etwa um das korrekte Hinstellen von ehemals böswillig versetzten Grenzsteinen ging).

 

Gleich zweimal traf man auf einen Pfarrer, der so manche „Ungleichheit“ etwa mit einem Heiligenbild zu korrigieren gedachte.

Ein besonderes Highlight waren aber die animalischen Bezüge der heurigen Geister- & Sagenwanderung:

Da gab es eine riesige (von einem jungen Gast aber als „wunderschön“ bezeichnete) Kröte, die ihre Fühler über einen Schatz hatte und nur durch Singen zum Einschlafen gebracht werden konnte.

Etwas lebendiger war schon jener Ziegenbock, der für eine Brückeneinweihung als „erste Seele“ hinhalten musste, da eben diese der Teufel als Bezahlung für seine Dienste von dem verzweifelten Baumeister der Brücke verlangt hatte. Die Brücke selbst wurde übrigens für die Geister- & Sagenwanderung gezimmert.

Alles in allem war die Geister- & Sagenwanderung ein grandioses Meisterwerk, das auch heuer auf ein begeistertes Publikum stieß, das sich von dem prognostizierten Wetter nicht abhalten ließ.

Apropos Wetter: Nach der (gottseidank zu Früh erfolgten) Regenphase waren im Norden um halb Fünf noch einmal schwarze Wolken zu sehen, die im nördlich gelegenen Pulkautal den wahrlich notwendigen Regen brachten. Doch der Wettergott gedachte dem hiesigen Treiben durch Zuschauen beizuwohnen und seine Begeisterung in Form eines Regenbogens auszudrücken. Was will man mehr?

 

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