Die Dollbachhöhlen_ Von einer Höhle mit Energie, einer Grenze und einem aufgerissenen Mund

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Zufahrt: Die A1 bis Melk, dann über die B 215 durch das Melktal nach St. Leonhard am Forst und Ruprechtshofen fahren, dann in Richtung Wieselburg abzweigen, nach knapp 4 km Rainberg einbiegen, durch den Ort und weiter Richtung Kendl. In der ersten Kurve führt ein Weg zu den Höhlen.

Parken: Bei der Kurve. Den Waldweg hinunter, dieser biegt nach rechts, Den Weg hinunter, dann links entlang des Hügels (auf der linken Seite) bis hin zum Eingang.

Zur kleinen Höhle geht es von der großen geradeaus in Richtung Westen. Nach etwa 700 Metern ist die Kleine Höhle.

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Es war Ende August letzten Jahres, als wir das hochsommerliche Wetter nutzten, um einem eher unbekannten und vor allem kühleren Ort einen Besuch abzustatten. Simone kannte den Weg und ich folgte ihr, bis wir…vor dieser einen Höhle standen.

Stop!

Wie kann es eigentlich sein, dass ein Hobbyburgenforscher eine Höhle besucht? Das ist doch eigentlich eher etwa für Höhlenforscher (No-na-ned) und Naturkundler. Der Schönleitner in Dollbach vor einer Höhle? Sehr komisch! DSC03421

Nun, irgendetwas hatte es mit der Dollbachhöhle auf sich, das wussten wir beide. Simone war ja schon öfters dort gewesen, auch Karl Lukan und Thomas Kühtreiber kannten sie (die Höhle), obwohl diese Höhle kaum als Grabstätte (á la Schlatten) oder Fluchthöhle (á la Fohregg) gedient haben mag.

Aber wie schon in Schlatten wird auch in Dollbach eine Burg vermutet und so mancher Historiker meinte, dass diese Burg auf der Höhle gestanden sei. Daher war und ist es auch für uns ein interessanter Ort, der schon bei der ersten Besichtigung so manch anregende Beobachtung zuließ. Die galt etwa der „Grenze“:

Wenn man zur Höhle geht, ist rechts liegend ein Erdwall zu beobachten, der irgendwie eigenartig ist und eigentlich so nicht vorkommt. Das ist die angebliche Grenze zwischen dem einstigen Regensburger (in Pöchlarn) und Sieghardinigischen (Grafen von Peilstein- Schala- Burghausen) Besitz, so sagen die einen, die anderen wiederum sehen es als Wallrest der Burg Dollbach.

Das es mit der Grenze irgendetwas auf sich hat, merkt man an der nächst liegenden größeren Ortschaft, deren Name „Rainberg“ (im Volksmund „Roaberg“) lautet. Das Wort „Rain“ leitet sich von Grenze ab und selbstverständlich stand auch in Rainberg eine Burg.

Diese Burg ist aber heute ebenso verschwunden wie die Burg von Kalcha. Es ist allerdings sehr wohl möglich, dass der 1212 genannte Rüdiger von Rainberg ein Sohn des 1200 genannten Peilsteiner Ministerialen Siegfried von „Chalchove“ war, da dieser eben 1200 mit seinem Sohn Rüdiger genannt wird (siehe http://monasterium.net/mom/StPCanReg/1200/charter) . Die Ritter von Kalcha sind noch bis 1236 bekannt, von einem Rainberger Ritter gibt es danach keine Nennungen mehr.

Wo auch immer diese Burg Rainberg gestanden ist, auf der Dollbach- Höhle war sie wohl nicht, ebenso wie die Burg Dollbach DSC03422selber. Denn die Dollbacher werden erst im 14. Jahrhundert genannt, zu einer Zeit, da solche Ritter oft im Ort ihre Burgen hatten. Die Höhle selbst weist keine Spuren auf, ebenso der Felsen darüber. Es ist eher möglich, dass die Burg Dollbach sich anstelle einer der Häuser des Ortes Dollbach befand. Die Burgen Kalcha und Rainberg wiederum dürften sich auch im jeweiligen Ortsgebiet befunden haben, auffällig ist ein großer Hügel unweit von Rainberg, in der Rotte Fittenberg, auf dem heute ein Haus steht.

So weit, so gut.

Was beim Betreten der Höhle auffällig ist, ist der Eingang. Schon Karl Lukan schrieb, dass dieser „wie der weit aufgerissene Rachen eines riesigen Ungeheuers“ aussieht. Der Weg zur Höhle wird von Bäumen begrenzt, die sich um sich selber drehen und ab ca. einem Meter Höhe  omega- förmig „ausweichen“.

Der Eingang der Höhle selbst wurde irgendwann „erweitert“, ansonsten ist alles der Natur überlassen.

Das Innere der Höhle ist ein energetisch- hochinteressanter Punkt,  quasi ein Mittelpunkt, in dem sich mehrere Strahlenlinien treffen. Besonders zur Sommersonnenwende soll die Höhle energetisch stark sDSC03981ein…

Etwa 700 Meter westlich von diesem Energieplatz liegt die „kleine Dollbachhöhle“, die im Schatten ihre „großen Schwester“ liegt. Es ist insofern nicht weiter zu verwundern, dass die kleine Höhle von der Bevölkerung als Aufbewahrungsort für, sagen wir nicht mehr brauchbare Nutzgegestände benutzt wird. Immerhin wurde der Burgfelsen abgeholzt, weswegen nun eine Fernsicht bis nach Maria Taferl möglich ist…

 

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Simones Impression:

Eine Höhle voller Geheimnisse

Nicht allzu weit weg von meinem Haus entfernt, liegt ein großes Waldstück welch ein interessantes Arcanum, sprich Geheimnis verborgen hält: Eine etwas eigene aber durchaus erforschenswerte Höhle die auf einem Hügel platziert ist, welcher den Ruhesuchenden gut bekommen wird.

Man könne glauben dass ein riesiger offener Mund einem empfangend und lustvoll herbeiziehen mag. Bäume, die sich tanzend einander räkeln und einen sehenswerten Empfang darstellen. Darin stehend fühlt man eine seltsame, verborgene Präsenz, ein harmonischer Platz der auch meditativ wirkend ist.

Auch Liebendende haben sich darin der Ewigkeit verschrieben und so zieren Neuzeitschriften das kleine Steinreich.

Wer sich jedoch dem drängenden Forschen widmen möchte und einen geheimen Durchgang erwartet, sollte sich zu anderen Höhlen der Region begeben die als Fluchtorte dienten.

Diese welche wir heute vorstellen, dient als Oase der Ruhe, der Liebe, oder der kurzweiligen Entspannung nach einem Waldmarsch. Jetzt zur Sonnenwende hin, könne man hier Erdung und Fruchtbarkeit empfangen, und sich der stillen Energie dieses Raumes hingeben. Leider weiß man wenig über dieses Stück Geschichte, aber vielleicht ist das auch gut so …

Anmerkung der Verfasser: Dieser Artikel entstand zur Sonnenwende 2016 in Rainberg, einen knappen Kilometer von der großen Höhle entfernt.

Literatur

Zur Höhle

Karl Lukan, Alte Welt im Donauland (1996), Seite 32- 37.

Zur Burg Dollbach

Thomas Kühtreiber, Gerhard Reichhalter, Burgen Mostviertel (2007) 67 f.

sie dazu: http://tarvos.imareal.sbg.ac.at/noe-burgen-online/result/burgid/99

Zur Burg Rainberg

Thomas Kühtreiber, Gerhard Reichhalter, Burgen Mostviertel (2007) 229.

sie dazu: http://tarvos.imareal.sbg.ac.at/noe-burgen-online/result/burgid/440

Zur Burg Kalcha

Thomas Kühtreiber, Gerhard Reichhalter, Burgen Mostviertel (2007) 229.

sie dazu: http://tarvos.imareal.sbg.ac.at/noe-burgen-online/result/burgid/94

Zum Anfang geht es hier.

 

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