Der mystische Dreisesselberg im Dreiländereck

Wo: ( 48.780646, 13.803533 ) die Strassen sind bis zum Parkplatz gut ausgebaut.

Parken: unterhalb des Dreisesselberges ist ein großer Parkplatz: kostenpflichtig 1,70 Euro

Weg: vom Parkplatz bis zur Aussichtsplattform am Dreisesselberg sind es noch ungefähr 700 Meter auf asphaltierter (!) Strasse.

Essen: Berggasthof Dreisessel: http://www.dreisessel.com/

Der Dreisesselberg ist ein markante Erhebung im „Nationalpark bayrischer Wald“. Geologisch gesehen, spricht man von sogenannten Wollsackverwitterungen. Informationen zum Wollsack: ( https://de.wikipedia.org/wiki/Wollsackverwitterung ) Die Steintürme sind überregional bekannt, und dementsprechend vorallem bei schönem Wetter gut besucht.  Ruhe findet man an der Aussichtsplattform nur in den seltesten Fällen, aber diese Felsen sind schön und bieten einen 360 Grad Panoramablick. Aber das Hochplateau bietet zahlreiche Möglichkeiten und vorallem solche die viel interessanter sind als die blose Aussicht. Darum solle man unbedingt den im Norden gelegenen Hochstein besuchen. Der Weg ist beinahe gerade und man benötigt ca. 15 Minuten. Unweit des Hochsteingipfelkreuzes können sie auch die Kapelle des „Heiligen Nepomuk Neumann“ besuchen. https://regiowiki.pnp.de/index.php/Bischof-Neumann-Kapelle

Energie und Kraftplatz

Wenn sie wollen, können sie bei trockenem Wetter und geeignetem Schuwerk die Feslformationen links neben den Weg zum img_8158Hochstein erklettern, bzw rückseitig passieren. Relativ in der Mitte ist eine Mulde mit einem „Felsenfenster“ im Gestein, das nicht nur ein idealer Picknickplatz ist. Am Ende der Formationen ist eine Stelle im Felsturm die beinahe plan ist. Es wurde in der Vergangenheit Stufen in den Felsen geschlagen um einfacher zur Plattform zu gelangenn. Der einfachste Weg ist der Zugang vom Wanderweg. Von dort sind es gerade mal 20 Meter, allerdings über Stock und Stein…..aber lohnend! Am senkrechten Felsen hinter dem Kraftort ist eine von Menschenhand geschlagene Vertiefung mit zwei rostigen Stahlhaken zu sehen.  Die Vermutung das hier ein Heiligenbildstock angebracht war liegt nahe, aber ich konnte bei der Recherche keinen Hinweis darauf finden. Auf alle Fälle ist dieses Plattform am Ende der Felsentürme ein enormer Kraftort und der stärkste der Gegend.

Wandern

Sollten sie zum Wandern. bzw. zum Schitourengehen Lust haben, kann ich die Wanderung zum Plöckenstein sehr empfehlen. Die Wanderung durch das „Steinerne Meer“  dauert gerade mal 2,5 Stunden und ist beeindrucken. Weiter Informationen können sie hier finden: http://www.bergfex.de/sommer/bayern/touren/wanderung/6571,wanderung-dreisessel-steinernes-meer-dreilaendereck-bayerischer-wald/

Der Wald und sein Sterben

Einige Leserinnen, die die Fotos der Gegend rund um den Dreisesselberg gesehen haben, oder schon selber in der Gegend waren, werden viele kahle Flächen und jede Menge Totholz gesehen haben.  Ich kann und will hier die komplexen Themen die zu diesen sichtbaren Resultaten geführt haben nur grob skizzieren, zumal es dazu umfangreiche Fachliteratur und einige Masterarbeiten gibt.

Eines der Probleme der Region ist das 3 verschiede Staaten, mit verschiedenen Herangehensweisen das Gebiet „bewirtschaften“, und das Gebiet lange durch den „Eisernen Vorhang“ hermetisch getrennt war. Diesen ehemaligen Grenzstreifen bezeichnet man jetzt als „Das grüne Band“.http://www.bund.net/themen_und_projekte/gruenes_band/gruenes_band_europa/.

Im öster. Teil gehört der Wald zu den Besitzungen des Stiftes Aigen-Schlägel und wird vom Forstamt bewirtschaftet. Zu diesen Teil gehört unter anderem auch der Plöckenstein, in dessen unmittelbarer 9fb7e515a2Umgebung seit einigen Jahren wieder aufgeforstet wird. Das Windwurfholz wurde geschlagen, entrindet und zum Teil abtransportiert, und zum Teil vor Ort als natürlicher „Nährboden“ gelassen. Dies natürlich unter forstwirtschaftlichen Kritierien.

Im bayrischen Teil, zu dem der Dreisesselberg gehört, wurde der „Nationalpark bayrischer Wald“ geschaffen. Da dies ein staatlicher „Betrieb“ ist, sind andere Mittel , aber auch andere Gesetze vorhanden. Viel Fläche wird, wie auch im öster. Teil der natürlichen Selektion überlassen.

Im tschechische Teil war lange Zeit die Grenzsicherung eines der Hauptthemen, und forstwirschaftliche Belange oder gar Umweltschutz wurden wenn überhaupt nur sekundär behandelt. Es wurde auch dort ein Nationalpark gegründet. Das Biosphärenreservat Šumava. ( http://www.npsumava.cz/de/) Die Borkenkäferbekämpfung in diesen Teil des Böhmerwaldes ist ein Thema das viele Fragen offen lässt. Dem gefräsigem Käfer sind nationalstaatliche Grenzen unbekannt, und immer wieder Grund zur Diskussion.

Die Stürme

Die expornierte Lage des Dreisesselberges, und die Bodenbeschaffenheit,  macht es den Bäumen nicht einfach Stürmen zu trotzen. 1999 fegte der Orkan Lothar über das Land. Kaum waren die Forstbetriebe mit dem Aufräumen halbwegs fertig, kamBorkenkaefer-201020060648 am 18. und 19. Jänne 2007 der Orkan Kyrill. Mit Spitzen von über 200km/h fegte er über das Land und richtet schwere Schäden an. So auch in den Waldgebieten. In Österreich wird eine Schadenssumme von 3,5 – 4 Millionen Festmeter kolpotiert. Alleine im öster. Gebiet des Plöckensteins dürfte sich der Schaden auf 60.000 – 70.000 Festmeter betragen haben. Eine enorme Menge, die man in den folgenden Jahren aus dem Forst verbringen musste. Ein milder Winter und ein prallgefüllter Speiseplan sorgten dafür das sich der Käfer vertärkt ausbreitet und zur Plage wurde.

Der saure Regen

In den 1980er und am Beginn der 1990er Jahre wurde die Region von saueren Regen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Gründe hierfür dürften allgemein bekannt sein.

Ein paar Bilder vom Dezember 2017

Ein paar Bilder vom Winter

 

Bilder vom Juni 2018

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