Cervena Lhota – das rote Schloß in CZ

Ein Märchentraum in Rot liegt liegt umgeben von Wasser in der südböhmische Landschaft. Das Schloß diente aufgrund seiner Einmaligkeit oft als Kulisse für Märchenfilmen. Wer kennt nicht von den älteren Lesern „Aschenputtel und die drei Haselnüsse“. Zu diesem Film gibt es gleich in der Nähe ein eigenes Museum. Der Legende nach dürfte es auf die rote Ziegeldeckung zurück zu führen sein. Eine andere Geschichte der reichen tschechischen Sagenwelt ist der Meinung, daß Schloß wurde rot gestrichen, weil sie das Blut der Schloßherrin, die sich aus einem religösen Wahn heraus aus dem Fenster stürzte, nicht mehr abwaschen ließe. Dies wiederum wurde durch eine Volkerzählung des Dichters Bedrich Kamaryt lebendig gehalten und dürfte einen kleinen Wahrheitsgehalt haben, da es in Erbfolgestreitereien unter den Brüder und den Familien, so einige handgreiflich ausgetragen wurden und auch zur Schlacht zwischen den Konvensionen wurde.

Das Schloß war ursprünglich eine Festung und der Zugang zur Burg von der anderen Seite. Es wurde erst in der Renaissance zum Wasserschloß durch aufstauen der Teiche in dem Gebiet. Die älterste schriftliche Quelle ist aus dem Jahre 1465 in die Ländertafeln mit  Ctibor von Zasmuky und von Vlcetin als Besitzer auswies. 1530   wurde die Festung an die Ritterfamilie Kaba von Rybnany verkauft. Der interessanterste Vertreter der Familie, der Ritter Jan, war für die Habsburger in dem prestigeträchtigen Amt des „Einnehmers der Fassabgabe im Kreis Bechyne“ unterwegs. Hierbei handelt es sich um eine besonere Bierabgabe, die die Haupteinnahmen der staatlichen Einnahmen des Herrschers darstellten und nur von den vertrauenvollsten Personen eingetrieben werden durfte.

Weitere Umbauten folgten im Jahre 1671 im Stil des Frühbarocks im Slawata-Saal und im großen Arbeitszimmer. Das Schloß wechselte mehrmals die Besitzer, bis es Mitte des 19. Jh. an en Fürsten Schönsburg von Hartenstein verkauft wurde, der das Schloß durch den Architekten H. Walcher von Moltheim in ein Pseudorenaissance-Schloß verwandelte. Die letzten Umbauarbeiten fallen in die Zeit von 1902 bis 1913. Das Schl0ß ist seit 1945 im Eigentum des tschechischen Staates und wurde 1949 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dazwischen war es ein Erholungsheim für Kinder.

Das Schloß ist sehr schön gelegen und wer will kann gerne eine Ruderfahrt auf dem See machen. Parkplatz ist genügend vorhanden und da das Schloß nicht sehr groß ist, lädt die Stadt Cz Neuhaus mit einem Besuch ein.

 

 

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