Burg Krumau am Kamp

Eine wichtige Burg als Teil des nördlichen Verteidungsringes den die Kuhenringer ab dem 12. Jh als IMG_0003Schutz gegen die „Böhmen“ erbauten.

 

WO: Im Waldviertel zwischen Horn und Zwettl. Von Wien ca. 110 km – von Linz ca. 130 km

Parken: Am besten direkt im Ort. ca. 10 Minuten bis zur Burg

Öffis: Mit dem Zug bis Krems/Donau, von Bahnhof Krems mehrmals täglich  OEBB-Busse nach Krumau am Kamp http://www.oebb.at/

Öffnungszeiten: Die Burg befindet sich seit 1976 in Privatbesitz. Der Burghof ist frei zugänglich.

Essen: direkt im Ort. gemütliches Kaffeehaus am Eck des Marktplatzes.

Sehenswertes

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Foto: Annemarie Canli

Neben der grandiosen Landschaft des Kamptales, die sicher der „Hauptdarsteller“ ist, ist die Alte Hammerschmiede von Krumau noch erwähneswert. Sie hat seit über 300 Jahre in Krumau am Kamp 18 ihren Dienst versehen. Sie wurde 1962 abgebaut und wanderte in das Heimatmuseeum Langenlois, von dort wieder zurück, und wurde 2009 als Museeum eröffnet. Öffnungszeiten: April-Oktober

 Baden

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Foto: Gemeinde Krumau

Der wunderschön gelegene Camping und Freizeitpark von Krumau, der in der „Kampkrümung“ liegt. (beschildert). Hier finden Gäste eine gesamte Freizeitinfrastruktur. Vom Grillplatz bis zur Minigolfanlage.

Liegewiese bei der Staumauer in Idolsberg.
TIPP: Mein pers. Favorit ist der Badstrand unterhalb der Burg Dobra und der Campinplatz Dobra.

Oder nach einer leichten Kletterpartie, die Felsen am letzten Zipfel der Halbinsel auf der Burg Lichtenfels thront, und die zahlreichen versteckten Buchten in den Kamptalstauseen. Um sie alle zu erkunden, würde wohl ein Sommer nicht ausreichen.

Wandern

Zahlreiche Möglichkeiten mit Krumau am Kamp als Ausgangspunkt. Man kann die Umgebung auf 7 sogenannten markierten „Frosch-Wanderwegen“ erkunden. Wanderkarte und Beschreibungen sind kostenlos beim Gemeindamt Krumau am Kamp erhältlich. Weiters zu erwähnen sind noch einige Weitwanderwege:

Babenbergerweg Nr: 658 ca. 120km Ausgangs- und Zielpunkt Gars am Kamp

Waldviertler Kulturpfad Nr: 665 ca. 120 km Ausgangs- und Zielpunkt Zwettl

Kamptalseewseg Nr. 620 ca. 100 km Von der Rosenburg zum Nebelstein

Weinviertelweg Nr. 633 ca 45 km Von der Rosenburg nach Retz

Mit dem Rad

Kamptalradweg: ca. 107 km Von Krems über Krumau am Kamp nach Zwettl. Gute Beschreibung der Tour bei: http://www.fahr-radwege.com/Kamptalweg

Babenberger Radweg: ca 80 km entlang der Kamptalstauseen

Stausee Thurnbergtour: ca: 31 km

Geschichte

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Mitte 12 Jh: vermutlicher Erbaungszeitraum

1168-1171: Prunricus Crumbenw wird als Burggraf erwähnt

1261: Margarete von Österreich wird von König Ottokar II von Böhmen geschieden, und bewohnte die Burg mehrere Jahre in den Sommermonaten. (1)

1276: Die Habsburger erwerben die Burg und vergeben sie 300 Jahre als Pfand

1454: Reinprecht Frauenofer erwirbt die Burg

1601:  Peter Gregorotzky erwirbt Burg und Herrschaft Krumau als freies Eigen.

1929:   Dieas inzwischen Burg wird zwangsversteigert und gehört bis zum Zweiten Weltkrieg der Bratislaver 1. Sparbank.

1939 bis 1942 unterstand es der deutschen Heeresverwaltung, war danach wieder in Privatbesitz und wurde 1959 von der niederösterreichischen Landesregierung erworben.

Seit 1976 ist die Burg in Privatbesitz und wird nach einer großzügigen Instandsetzung als Wohnsitz genutzt.

 

(1) Eine tragisch – skurille aber für diese Zeit typische Intrigen und Heiratsgeschichte:220px-Herzogin_Margarete_Koenigin_von_Boehmen
1246 stirbt Friedrich II, der Streibare (1211-1246) in der Schlacht an der Leitha, wodurch das mächtige Geschlecht der Babenberger in der männlichen Linie ausstirbt. Erbberechtigt waren seine Schwester Margarete von Babenberg (1204-1266) und seine Nichte Gertrud von Babenberg (1226-1288). König Wenzel I von Böhmen (1205-1253) wollte die  Herzogtümer Österreich und Steiermark durch  die Heirat  seines erstgeborenen Sohnes Vladislav von Mähren mit  Gertrud in sein Reich einverleiben. 1246 wurde geheiratet und 1247 gestorben. Im zweiten Anlauf verheiratet König Wenzel I seinen zweitgeborenen Ottokar II mit der 47jährigen Margarete von Babenberg, der Witwe des deutschen Königs Heinrich VII, die zu diesen Zeitpunkt bereits in einem Kloster lebte und ihre Gelübte abgelebt hatte, welches sie auf Geheis vom berüchtigten Papst Innozens IV verlassen durfte. Die führenden österreichischen Adeligen untersützten diese „Proforma Hochzeit“. Sofort nach der Hochzeit wurden am 6.Mai 1252 die Beute, die Herzogtümer Österreich und Steiermark an Ottokar II übergeben und vom Papst besiegelt. Als Ottokar versuchte seinen ausserehelichen Sohn durch den Papst als legitimen Nachfolger anerkennen zu lassen, war (nicht bewiesen) warscheinlich die Bestechungssumme nicht ausreichend. Das iligitime Kind wude nicht anerkannt, worauf hin sich Ottokar im Jahre 1261 von Margarete scheiden lässt. Als Grund werden eben jene Ordensgelübte genannt, die Margarete Jahre zu vor abgelebt hatte und vom selben Papst aufgehoben wurden, der jetzt diese als Scheidungsgründe anerkennt.
Ottokar vermählte sich mit der Enkelin des ungarischen Königs Béla IV. und überließ seiner Exfrau Burg und Forstamt Krumau am Kamp. In den folgenden Jahren verbrachte Margarete hier die Sommermonate; während der kalten Jahreszeit übersiedelte sie nach Krems an der Donau. Im Oktober des Jahres 1266 verstarb Margarete in Krumau. Ihr Leichnam wurde ihrem Wunsch entsprechend in der Kartause Lilienfeld beigesetzt. Ottokar fiel 1278 in der Schlacht bei Dürnkrut

 

 

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