Burg Haichenbach – Kerschbaumerschlössel

Eine vergessene Schönheit im Weltkulturerbe Schlögener Schlinge.

Während viele tausende Touristen die Schlögener Schlinge mit Schiffen durchfahren oder den Aussichtspunkt besuchen, schlummert die Burg IN der Schlinge der Donau einen verfallenden Dämmerschlaf. Kaum ein Wanderer verirrt sich in die Gemäuer der einst so mächtige wie lukrativen Festung, Nicht einmal auf tausenden Fotos des Naturwunders ist sie zu sehen, aber dennoch vorhanden.

WO: Südöstlich von Hofkirchen ca. 3.6 km auf der Niederkappler Straße, rechts Abzweigung in den Kerschbaumer Güterweg über Dorf 2.3 km bis Waldrand, beschränkter Parkplatz für PKW, dann ca. 20 min. Fußweg.

Parken: Am Güterweg, wobei zu beachten ist, das der Weg landwirtschaftlich genutzt wird, und Auto und Traktor sicher nicht nebeneinander Platz haben.

Öffnungszeiten: Die Burg ist das ganze Jahr frei zugänglich.

Wandern: http://www.ausflugstipps.at/oesterreich/poi/400366/panoramablick-burgruine-haichenbach.html

Geschichte:  1160 wurde die Burg erstmalig urkundlich erwähnt, wobei die Errrichtung auf den Beginn des 12 Jhd. zurückzuführen wäre. doch schon 1273 zerstörte ein Feuer weite Teile der Burg, die zwar wieder aufgebaut wurde aber kaum 30 Jahre später verkaufte Rueger von Haichenbach große Teile der Besitzungen, an das nahe mächtige Bistum Passau. Sein Sohn Rudel verkaufte den verschuldeten Rest.

1529 wurde der Wohn.-und Verwaltungssitz in die nahe gelegene Burg Marsbach verlegt, und die maroden Mauern bewohnten von nur noch Wildhüter. 1984 wurde mit der Sanierung der Burg begonnen.

Eine kleine Sage: „An der großen Donauschlinge steht das Kerschbaumer Schlößl die Haichenbachruine. Einst war es eine feste Burg, in der ein böser Raubritter hauste, der die Kaufleute ausplünderte und in das Burgverließ stieß. Wenn sie sich nicht um hohes Lösegeld freikaufen konnten, mußten sie elend verschmachten. Ein Gefangener fluchte einst dem hohnlachenden Ritter, warf einen Kirschkern von der Mauer und übertrug ihm die Rache. Aus dem Kern wuchs ein Baum. Von ihm aus stürmten Feinde die Mauer, töteten den Ritter und seine Gesellen und zerstörten die Burg.“

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