Burg Rottenegg

WO: im Tal der Rodel – OÖ

PRIVAT: nicht öffentlich, nicht zu Besichtigen, keine Führungen

Wandern: Vom Bahnhohf Rottenegg durch das idylische Rodeltal nach Gramastettten.

Baden: unbedingt zu empfehlen das Natur Waldbad Gramastetten (unweit vom Ort)

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Klettern: nähere Informationen beim Gh Etzlberger. Seitt über 80 Jahren wir im Rodeltal geklettert. Tipp: Die Routen „Inflation“ und die „Via Böhm“ sind gut für die Bauchmuskulatur.

Geschichte:

Die Burg wurde im letzten Drittel des 13 Jh. vom Geschlecht der Piber erbaut, in deren Besitz sie auch bis ins 14 Jh blieb. Dannach wurde die Burg immer wieder verkauft, bzw als landesfürstliches Lehen verliehen. Große Nahmen wie Wallsee und (natürlich) Starhemberg tauchen in den Besitzurkunden auf. Schließlich erwarb die Ruine 1936 die Familie Plakolm

Im Jahr 1712 kaufte Thomas Gundaker von Starhemberg den Besitz, und baute die Burg zu einem kleinen Schloss um. Die damilige Beschreibung der Anlage wird wie folgt beschrieben: Erstlichen wird das wohlerbaute Schloß, eine halbe Meil von der Donau nächst Ottensheim an einem sehr lustigen ganz annehmlichen Ort gelegen, welches nit allein in 3 Garn höch mit annehmlichen Zimmern, einen grossen Saal, schönen großen Kapellen und Gewölbern, sondern auch mit guten in Stein gehauenen Kellern; worin man wenigst in die 2000 Eimer allerlei Getränk legen kann, wie auch mit einem absonderlich gleich an das Schloß gebauten Stöckl versehen, samt […] wohl erbauten Bräuhaus und ebenfalls wohlerbauten Meierhof mit gemauerten großen Pferd- und s. v. Viehställen.“ *

*Georg Grüll – Burgen und Schlösser im Mühlviertel

Die Sage von Schloss Rottenegg: Ein edler Ritter aus langen Schlachten heimkehrte, begegnete ihm am Fuße seines Schlosses – an dieser Stelle (dort steht das Haus mit dieser Wandmalerei) – die Zofe seiner Gemahlin mit einem Bündel auf dem Arm. Nach gestrenger Befragung durch den Ritter gestand die Zofe, dass sie im Bündel ein Kind ihrer Herrin vorborgen und den Auftrag hat dieses in der Rodl zu ertränken. Der edle Ritter nahm das Kind, gab es in gute Pflege und gebot der Zofe bei Todesandrohung strengstes Stillschweigen zu bewahren. Bei der Wiedersehensfeier auf dem Schloss erzählte der Ritter den Vorfall so, als hätte sich dieser im Lande seiner Feldzüge zugetragen und befragte die Anwesenden, welches Urteil eine solch ungetreue Frau und Kindesmörderin verdient. Das war es die Ritterfrau selbst die sagte, bei lebendigem Leib einmauern, ohne zu ahnen, damit ihr eigens Urteil gesprochen zu haben. Der Ritter lies das Urteil vollstrecken und die Stelle – an der Außenseite des Schlosses – rot färben.

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