6. April – Johann I. wird König

Am 6. April 1385 wird Johann I. von Portugal durch die Cortes, die portugiesische Ständeversammlung, zum König gewählt. Er war ein unehelicher Sohn des Königs Peter I. von Portugal und einer Frau namens Teresa und begründete mit seiner Thronbesteigung die Dynastie Avis.

Neben Johann hatte Peter I. noch legitime Kinder, sodass ihm zunächst sein Sohn Ferdinand I. nachfolgte. Dieser starb im Jahr 1383 und hinterließ nur eine Tochter, Beatrix, die mit Johann I. von Kastilien verheiratet war. Sie wäre die nächste legitime Erbin gewesen, jedoch sträubte sich der portugiesische Adel dagegen, sie als seine Königin anzuerkennen, da man fürchtete, damit durch die kastilische Krone annektiert zu werden. Es folgte daher eine zweijährige Sedisvakanz, in der Portugal faktisch keinen Herrscher hatte.

Am 6. April 1385 schließlich wählte die Cortes Johann zum neuen König. Dies ließ der kastilische König natürlich nicht auf sich sitzen und versuchte seinen Anspruch auf den Thron gewaltsam durchzusetzen, jedoch konnte Johann seinen Rivalen am 14. August 1385 in der Schlacht von Aljubarrota schlagen. Nachdem er sich somit durchgesetzt hatte, ehelichte Johann Philippa von Lancaster, eine Tochter seines Verbündeten John of Gaunt, Sohn des englischen Königs Eduard III.

Als wichtigste Errrungenschaft zeichnet sich in Johanns Regierungszeit die Eroberung Ceutas aus, die ihm 1415 gelang. Dadurch gelang es ihm, Einfluss und Kontrolle über viele Handelsrouten in Afrika zu gewinnen. 1418 erhielt Johann durch den Papst, Martin V., in seiner Bulle Sane charissimus vom 4. April das Recht, sämtliche Ländereien in Besitz zu nehmen, die er von den Mauren erobern konnte. In folgenden Eroberungs- und Entdeckungsreisen zeichnete sich vor allem sein Sohn Heinrich, bekannt als der Navigator, aus, der im Auftrag seines Vaters 1417 Madeira und 1427 die Azoren entdeckte und besiedelte.

Mit Philippa von Lancaster bekam Johann neun Kinder, von denen sechs das Erwachsenenalter erreichten und die allesamt wichtige politische Rollen einnahmen. Sie sind deswegen auch als “ Ínclita Geração“, was soviel wie „Illustre Generation“ bedeutet, bekannt.

Sein Sohn Eduard folgte ihm als König nach. Seine einzige überlebende Tochter, Isabella, kam als Herzogin von Burgund und Ehefrau von Philipp dem Guten zu Einfluss und Berühmtheit.

Zudem hatte Johann auch noch drei Kinder aus einer vorehelichen Beziehung mit Ines Peres. Der Sohn Afonso, 1. Herzog von Braganza, sollte Stammvater der Dynastie Braganza werden.

https://en.wikipedia.org/wiki/John_I_of_Portugal

John I (Portuguese: João,[1][ʒuˈɐ̃w̃]; 11 April 1357 – 14 August 1433) was King of Portugal and the Algarve in 1385–1433. He was called the Good…
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