4. Oktober – Kaiserkrönung Otto IV

Am 4. Oktober 1209 erhält Otto IV. von Braunschweig durch Papst Innozenz III. die Kaiserkrönung in Rom. Er herrschte formell seit dem Jahr 1198, sein Status als König war jedoch von der staufischen Partei unter Philipp von Schwaben, Sohn Friedrich Barbarossas und Bruder des vorigen Kaisers Heinrich VI., angefochten worden, sodass es bis ins Jahr 1208 zwei Könige gab. Erst mit der Ermordung Philipps von Schwaben im selben Jahr konnte Otto alleine herrschen, wenn auch die Staufer ihre Opposition nicht aufgaben und nun den Sohn Heinrichs VI., Friedrich II., als rechtmäßigen Thronfolger sahen.
Obwohl Otto formell bis ins Jahr 1218 sowohl König als auch Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war, so erfuhr seine Machtbasis mit der Schlacht bei Bouvines, die in einer Niederlage gegen das mit den Staufern verbündete Frankreich endete, erheblichen Schaden, gleichzeitig schwächte sie Ottos Bündnispartner England immens. Nachdem ein Großteil der Fürsten zu Friedrich übergelaufen war, wurde dieser 1215 zum König gekrönt. Die päpstliche Unterstützung war ihm bereits 1210 aufgrund seiner Bemühungen um das sizilische Königtum abhanden gekommen, seit diesem Jahr war er auch exkommuniziert, was zu einer Stärkung seines Gegners geführt hatte und den Zerfall seiner Macht besiegelte.

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