17 August – der erste König von Ungarn

Am 17. August 1000 wird Stephan I. zum ersten König von Ungarn gekrönt. Er war der Sohn von Géza, Großfürst von Ungarn und dessen Frau Sarolt, und stammte aus dem Geschlecht der Arpaden.

Nachdem sein noch heidnischer Vater eine Annhäherung an den christlichen Westen gewagt, mit Sarolt eine getaufte Frau geheiratet hatte, sich letztendlich auch selbst hatte taufen lassen und seinen Sohn Stephan christlich erziehen ließ, war die Wandlung der Ungarn von einem heidnischen Reitervolk zu einer christlichen Nation in vollem Gange. Die Verheiratung seines Sohnes mit der Schwester des zukünftigen römisch-deutschen Königs Heinrich II., Gisela, hatte Géza hatte zudem eine feste Bindung mit dem benachbarten christlichen Königreich (und somit der westlichen Kirche) geschaffen und alte Feindschaften beseitigt. Bei Stephan handelte es sich zum Zeitpunkt seines Regierungsantritts 997 um einen überzeugten Christen.

Im Jahr 1000 bat Stephan den Papst, Silvester II., darum, ihm die Königswürde zu gewähren, die er im August des selben Jahres durch einen päpstlichen Gesandten in Gran erhielt. Mit der Krönung wurde gleichzeitig eine ungarische Landeskirche eingerichtet und Stephan bot dem Papst das Königreich Ungarn an, das er ihm als Lehen zurückgab.

Stephan sorgte in der folgenden Zeit dafür, dass sein Reich durch Missionare christianisiert wurde und organisierte die Verwaltung seines Landes neu, indem er es in 40 Gespanschaften einteilte. Um nach dem Tod seines einzigen Sohnes Emmerich zu verhindern, dass Ungarn wieder unter heidnischen Einfluss geriet, sorgte er dafür, dass seine nun in der Thronfolge aufgerückten, noch nicht gänzlich christianisierten, Neffen regierungsunfähig gemacht wurden bzw. ins Exil gingen.

Stephan wurde aufgrund seiner Bemühungen um die Christianisierung Ungarns am 20. August 1083 heiliggesprochen und ist der Staatspatron des Landes. Der Tag seiner Kanonisation ist der Nationalfeiertag Ungarns.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_I._%28Ungarn%29

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